Ihre Beute war zwei Millionen wert – aber am Ende ist ihre Masche doch aufgeflogen.
Sechs Männer sollen monatelang bei VW diverse teure Autoteile geklaut haben. Jetzt steht die mutmaßliche Diebesbande vor Gericht.
VW-Bande vor Gericht
Am Donnerstag (24. Oktober) startet am Landgericht Braunschweig der Prozess gegen die Männer im Alter zwischen 40 und 56 Jahren. Angeklagt sind sie wegen schweren Bandendiebstahls.
Bei den Verdächtigen handelt es sich um zwei Unternehmer, zwei Lkw-Fahrer einer Spedition, die für VW im Einsatz ist, sowie um zwei weitere Männer. Sie sollen in den Jahren 2019 und 2020 zwölf Mal containerweise wertvolle Autoteile aus dem VW-Logistikzentrum in Harvesse mitgehen lassen und dann ins Ausland verkauft haben.
Das Ganze soll sich jeweils nachts in dem VW-Zentrum abgespielt haben. Laut Anklage sollen die Männer gezielt vorher geprüft haben, welche Ware auf Lager ist und dann „Bestellzettel“ für das Diebesgut geschrieben haben. Einer der Angeklagten soll vor Ort dafür gesorgt haben, dass neben der normalen Lieferung auch die „Zusatzbestellungen“ auf die Sattelzüge einer Braunschweiger Spedition verladen werden, ganz hinten am Ende der Ladefläche im Heck. Die Lkw wiederum sollen dann von anderen Angeklagten gefahren worden sein.
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VW-Teile nach Osteuropa
Danach sollen die Männer ihre Beute auf einem Parkplatz in der Nähe des VW-Logistikzentrums in der Gemeinde Wendeburg im Kreis Peine umgeladen haben. Damit der Umweg nicht auffällt, haben sie laut Anklage die GPS-Verbindung der Zugmaschinen gestört. Die Beute soll dann wiederum zur Braunschweiger Firma der beiden angeklagten Unternehmer gebracht worden sein. Hier sollen die Bremsscheiben, Radlager & Co. dann gezählt und neutral zum Weiterverkauf verpackt worden sein. Die etwa zwei Millionen teure VW-Neuware sollen sie dann vor allem nach Osteuropa verkauft haben – bei den Angeklagten handelt es sich um Spätaussiedler, die auch auf Russisch kommunizierten.
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Ins Rollen kam der Fall dann erst, weil ein VW-Sicherheitsmitarbeiter eine anonyme Anzeige aufgab. Danach folgten monatelange und akribische Ermittlungen der Polizei – bis die Bande dann im Juni 2020 aufflog. Sollten die sechs Männer verurteilt werden, drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft. Ein Urteil könnte am 20. Dezember fallen.